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Digitalisierung

Was wir aus dem xorlab Report lernen

Ein Beitrag von Talus Informatik AG am 26. Februar 2026
Lesedauer: ca. 15min
Was wir aus dem xorlab Report lernen

Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Geschäftsprozesse – sie verändert auch die Art und Weise, wie Cyberangriffe durchgeführt werden. Der xorlab-Report „E-Mail-Sicherheit im Zeitalter von KI“ (April 2025) zeigt eindrücklich, wie professionell und erfolgreich moderne E-Mail-Angriffe inzwischen sind – und warum klassische Schutzmechanismen oft nicht mehr ausreichen .
Als Partner von xorlab begleiten wir Organisationen dabei, ihre E-Mail-Sicherheit realistisch zu überprüfen und gezielt zu stärken. Die Erkenntnisse aus dem Report unterstreichen, weshalb dieser Schritt heute wichtiger ist, denn je.

Jeder zweite Angriff erreicht den Posteingang

53 % der simulierten Angriffe umgehen bestehende Sicherheitsfilter und landen direkt im Posteingang.

Die zentrale Erkenntnis aus über 20 durchgeführten E-Mail-Penetrationstests

Die zentrale Erkenntnis aus über 20 durchgeführten E-Mail-Penetrationstests

Das bedeutet: Jeder zweite Angriff erreicht unbemerkt die Mitarbeitenden. Besonders kritisch ist dabei die Kombination aus technischer Zustellung und menschlichem Faktor. Sobald eine schädliche E-Mail im Posteingang ist, besteht eine signifikante Wahrscheinlichkeit, dass eine riskante Handlung ausgeführt wird – etwa das Eingeben von Zugangsdaten oder das Freigeben einer Zahlung .

BEC und Social Engineering als grösstes Risiko

Besonders auffällig: Business Email Compromise (BEC) und Betrugsszenarien wurden in 68 % der Fälle nicht erkannt.

Business Email Compromise (BEC) ist eine gezielte E-Mail-Betrugsmasche, bei der sich Angreifer als vertrauenswürdige Person – etwa als CEO, Geschäftspartner oder Lieferant – ausgeben, um Geldüberweisungen oder sensible Informationen zu erschleichen.
Im Gegensatz zu klassischem Phishing enthalten BEC-Mails meist keine schädlichen Links oder Anhänge. Stattdessen setzen sie auf glaubwürdige Kommunikation, Autorität und Zeitdruck. Genau deshalb werden sie von technischen Sicherheitsfiltern häufig nicht erkannt – und stellen für Unternehmen ein besonders hohes finanzielles Risiko dar.

Diese Angriffe enthalten häufig weder schädliche Anhänge noch verdächtige Links. Stattdessen setzen sie auf:

  • CEO- oder Partner-Imitation
  • Manipulierte Rechnungen
  • Thread Hijacking
  • Vertrauenswürdige Absenderinfrastruktur
Gerade in Kombination mit KI-gestütztem Social Engineering (inklusive Deepfake-Technologien) steigt die Glaubwürdigkeit dieser Angriffe erheblich .

Secure Email Gateways: Mehr Schutz – oder neue Blindspots?

Ein überraschendes Resultat betrifft klassische Secure Email Gateways (SEG). In den Tests zeigte sich, dass bestimmte Kombinationen aus SEG und Cloud-Sicherheitsfunktionen sogar schlechtere Resultate lieferten als integrierte Cloud-Security allein .

Secure Email Gateway (SEG): Zusätzlicher E-Mail-Filter, der vor der eigentlichen Mailplattform geschaltet ist und eingehende Nachrichten überprüft.

Das verdeutlicht: Nicht jede zusätzliche Komponente erhöht automatisch die Sicherheit. Entscheidend sind Architektur, Konfiguration und Zusammenspiel der einzelnen Schutzmechanismen.

Warum klassische Filter an ihre Grenzen stossen

Traditionelle E-Mail-Sicherheit arbeitet stark signaturbasiert. Das Problem:

  • Neue Angriffsmuster passen nicht zu bekannten Signaturen
  • Angreifer nutzen legitime Cloud-Infrastruktur
  • KI ermöglicht adaptive, personalisierte Kampagnen
Der Report zeigt klar, dass ohne verhaltensbasierte Analyse und kontextbezogene KI-Modelle moderne Bedrohungen kaum zuverlässig erkannt werden können .

Die Rolle moderner E-Mail-Penetrationstests

xorlab führt Blackbox-Simulationen mit über 60 realitätsnahen Angriffstechniken durch . Dabei wird getestet, ob E-Mails:

  • blockiert
  • im Spam landen
  • oder direkt zugestellt werden
Diese praxisnahen Tests liefern ein realistisches Bild der tatsächlichen Sicherheitslage – weit über klassische Awareness-Phishing-Tests hinaus.

Unsere Zusammenarbeit mit xorlab

In der Zusammenarbeit mit xorlab setzen wir bewusst auf einen mehrstufigen Ansatz:

  1. Analyse der bestehenden Architektur
    Bewertung von Microsoft 365, SEG, DNS-Filter, Endpoint-Schutz etc.
  2. Durchführung eines modernen E-Mail-Penetrationstests
    Simulation realer Angriffe inklusive KI-gestützter Szenarien.
  3. Konkrete Handlungsempfehlungen
    Optimierung der Sicherheitsarchitektur, Ergänzung durch ICES-Lösungen, Integration in SIEM/XDR-Umgebungen.
  4. Sensibilisierung und organisatorische Massnahmen
    BEC-Drills, Meldeprozesse, gezielte Awareness-Schulungen.
Ziel ist nicht nur die technische Härtung, sondern eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie, die Technologie, Prozesse und Menschen einbezieht.

Jetzt handeln statt reagieren

Der xorlab-Report zeigt deutlich:
Herkömmliche E-Mail-Abwehrmassnahmen reichen im Zeitalter von KI nicht mehr aus . Angreifer skalieren ihre Kampagnen, automatisieren Social Engineering und umgehen klassische Filter mit alarmierender Erfolgsquote.
Organisationen, die ihre Sicherheitsarchitektur jetzt kritisch hinterfragen und gezielt modernisieren, verschaffen sich einen klaren Vorteil – sowohl technisch als auch organisatorisch.

Gerne unterstützen wir Sie gemeinsam mit xorlab dabei, Ihre E-Mail-Sicherheit realistisch zu testen und nachhaltig zu stärken.

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