09.03.2012
Immer mehr Gemeinden und Kantone bieten die E-Rechnung an. Die direkte Verknüpfung von Rechnungsstellung und elektronischer Zahlung scheint besonders bei der jungen Generation ein Bedürfnis zu sein. Die Verwaltung ihrerseits kann mittelfristig Kosten sparen und poliert am modernen Image.
60 bis 70 Prozent der Schweizer Bevölkerung begleichen einen Teil oder alle ihre Rechnungen elektronisch. Umgekehrt stellen immer mehr Firmen die Rechnung als PDF zu. Die E-Rechnung hat nun zum Ziel, diese beiden elektronischen Aktivitäten so miteinander zu verknüpfen, dass ein zusätzlicher Zeitgewinn und eine Reduktion des Papieraufwands möglich wird. Unter dem Marketingportal www.e-rechnung.ch machen die Schweizer Finanzinstitute das für sie attraktive Verfahren in der Bevölkerung bekannt.
Gemeinde Brügg zieht positive Bilanz
«Privat forderte ich meine erste E-Rechnung vor rund zwei Jahren an, als es um die Akontozahlungen der kantonalen Steuern ging», erinnert sich Monique Stauffer, Finanzverwalterin der Gemeinde Brügg (BE). Denn PostFinance und diverse Banken machen bei der Bezahlung via E-Banking darauf aufmerksam, wenn ein öffentlicher oder privater Rechnungssteller für wiederkehrende Fälligkeiten auch die E-Rechnung anbietet. Wer dann als Privatperson Interesse daran hat, kann sich jeweils direkt zur Anmeldung weiterklicken. Der entsprechenden Behörde wird das Interesse gemeldet, die Person wird als zukünftige Empfängerin von E-Rechnungen vermerkt und ab sofort entsprechend bedient.
Im Fall von Brügg kamen zur persönlichen guten Erfahrung der Finanzverwalterin zwei weitere Umstände hinzu, die eine Umstellung vorantrieben: Einerseits häuften sich die Anfragen, ob man nicht das Lastschriftverfahren anbieten könne. Zum andern stand 2010 ohnehin ein Update der EDV (Anmerkung: Brügg arbeitet mit der Gesamtlösung NEST/ABACUS) an. Somit entschied sich die Finanzverwaltung, die Bewirtschaftung der vierteljährlich 2'200 Strom- und Kehrichtrechnungen auch als E-Rechnungen zu ermöglichen. Zudem werden halbjährlich die Abwassergebühren fakturiert, dazu kommen fallweise die Monatsbeiträge für die Tagesschule. Brügg stellte den Rechnungsversand in allen Bereichen auf E-Rechnung um: Wer sich also bei der Tagesschule dafür entscheidet, erhält automatisch auch die übrigen Rechnungen elektronisch [weiter zum PDF-Artikel].
Quelle: SchweizerGemeinde 2/12
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